Ausschreibung neuer Stipendien 2016

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster vergibt im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs "Literarische Form. Geschichte und Kultur ästhetischer Modellbildung" (GRK 1886/1)

bis zu 12 Promotionsstipendien.

Förderbeginn ist der 1. Oktober 2016. Die Förderdauer beträgt mindestens 30 Monate. Den vollen Ausschreibungstext und weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier als Download: Ausschreibung

Eine Übersicht des Promotionsprogramms finden Sie hier.

Impressionen der Konferenz

Vom 05. -07. Oktober 2015 lud das DFG Graduiertenkolleg zur Konferenz "Literarische Form. Geschichte und Kultur ästhetischer Modellbildung" ein, bei der zahlreiche internationale Gäste zusammenkamen.

Fotos
  • abschließende Diskussion
  • Auch in den Pausen tauschten sich Gäste und Votragende aus
  • Im Foyer konnten Poster mit den Dissertationsprojekten der Graduierten begutachtet und diskutiert werden
  • Dr. Matthias Erdbeer setzt sich in seinem Vortrag "Poetik der Modelle" mit den zentralen Begriffen des Kollegs auseinander
  • Der Keynote-Vortrag von Prof. Dr. Christel Meier-Staubach

                                                                                                                                                        

Die internationale Konferenz des Kollegs hatte sich zum Ziel gesetzt, das intrikate Verhältnis von literarischer Form- und Modellbildung in einem weiten interdisziplinären und interphilologischen Zusammenhang zu diskutieren. Im Sinne dieser Überlegung standen auf der Konferenz die drei zentralen Forschungsschwerpunkte Form, Modell und Gattung im Fokus der Beiträge. Die große internationale Resonanz mit Konferenzbeiträgen von Ann Arbor bis St. Petersburg und von Honkong bis Reykjavik ließ rasch erkennen, dass die Form-Modell-Debatte als ein wichtiges Desiderat sowohl der nationalphilologischen und komparatistischen Forschung, als auch eines neuerwachten Interesses an literaturtheoretischen Fragestellungen wahrgenommen wird. In Plenumsvorträgen von Prof. Dr. Marjorie Levinson (University of Michigan at Ann Arbor), Prof. Dr. Christel Meier-Staubach (Universität Münster) und Dr. Robert Matthias Erdbeer (GRK Literarische Form) wurde der wissenschaftshistorische, literaturgeschichtliche und methodologische Zusammenhang der Thematik erörtert und in 14 Panels an einem breiten Spektrum philologischer Fallstudien diskutiert. In einer von Prof. Dr. Cornelia Blasberg (Universität Münster) moderierten Roundtable-Diskussion mit den Mitgliedern des GRK-Advisory Board Prof. Dr. Marjorie Levinson (Ann Arbor), Prof. Dr. Rüdiger Campe (Yale) und Prof. Dr. Dr. Bettina Full (Bochum) sowie Dr. Florian Kläger und Dr. Robert Matthias Erdbeer (GRK Literarische Form) fand die sehr positiv aufgenommene Konferenz ihren Abschluss.

Welcome to the website of the research training group 1886/1 Literary Form.  Historical and Cultural Formations of Aesthetic Models
Graduiertenkolleg Literarische Form. Geschichte und Kultur ästhetischer Modellbildung

Graduiertenkolleg Literarische Form

Literarische Texte erschaffen Modelle von Wirklichkeit, die wesentlich über künstlerische Form gestaltet werden. Zwei zentrale Elemente dieser bekannten Definition werden im Graduiertenkolleg „Literarische Form“ neu diskutiert und verbunden: die Formfrage und der Modellbegriff. Formfragen gehören seit jeher zum Kerngebiet der Literaturwissenschaft, von Metaphern- und Realismus-Theorien über die Kategorien von Fiktionalität und Referenz, von Medialität und Materialität bis hin zu Gattungstheorie und -geschichte, die als Modellbildungsprozesse im weiteren Sinn verstanden werden können. Zwei Entwicklungen sind dabei zu beobachten: Zum einen entdecken Geschichts-, Sozial- und Naturwissenschaften die entscheidende Bedeutung von Fiktion und ästhetischer Form für die eigene Modellierung von Wirklichkeit. Zum anderen wird der Bezug zwischen außerliterarischen Diskursen und literarischer Form auf die Basis einer neuen, literarischen Epistemologie gestellt. Die Arbeiten im Kolleg können in diesem Rahmen auf zeitgemäße Weise Strahlkraft in die allgemeine Wissenskultur und -debatte hinein entwickeln, gerade indem sie sich historisch und systematisch zentralen Fragen der künstlerischen Form zuwenden.

Der Fachbereich 9 (Philologie) hat im Rahmen seiner Graduate School "Practices of Literature" P-o-L Startseite bereits 2008 ein strukturiertes Promotionsprogramm entwickelt. Das GK LF wird eng mit der GS PoL kooperieren und kann auf diese Weise von den mit der strukturierten Promotion gemachten positiven Erfahrung und dem Knowhow der GS PoL profitieren. So lassen sich wissenschaftliche Grundlagendiskussion, individuell zugeschnittene Betreuung der Promotion sowie weitere, berufsorientierte Qualifikationsangebote effizient verbinden. Voraussetzung dafür sind die umfangreichen Betreuungskapazitäten, die kurzfristig und flexibel abrufbar sind; das sehr reichhaltige philologische Angebot an der Universität Münster; eine breite wissenschaftliche Vernetzung und internationale Anbindung sowie die strategische Einbindung der Graduierten in die wissenschaftliche und organisatorische Weiterentwicklung des Kollegs.