Forschungsschwerpunkte der WWU

Geistes- und Sozialwissenschaften

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© WWU - Peter Grewer

Die WWU Münster ist in den Geistes- und Sozialwissenschaften traditionell stark und vielfältig. Das macht es den Forschern der betroffenen Fachbereiche leicht, über die engeren Grenzen der eigenen Disziplin hinweg im eigenen Haus Kooperationspartner für spannende Forschungsprojekte zu finden.

Der Exzellenzcluster "Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne“ ist auf dieser Grundlage überhaupt erst möglich geworden. Er besteht seit 2007 an der Universität Münster. Rund 200 Wissenschaftler aus 20 geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern und rund 14 Nationen beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Religion und Politik quer durch die Epochen und Kulturen. Es ist der bundesweit größte Forschungsverbund dieser Art und von den 43 Exzellenzclustern in Deutschland der einzige zum Thema Religion. Bund und Länder fördern das Vorhaben in der zweiten Förderphase der Exzellenzinitiative von 2012 bis 2017 mit 33,7 Millionen Euro.

Ein weiteres Beispiel für die Leistungsstärke und Interdisziplinarität der Geistes- und Sozialwissenschaften an der Uni Münster ist das Zentrum für Textedition und Kommentierung. Das ZETEK vernetzt die Arbeit von Wissenschaftlern aus Philosophie, Geschichte, Philologie und Theologie, die in 30 Forschungsprojekten Texte und Inschriften aus drei Jahrtausenden bearbeiten. Ziel ist es, Texte, die in alten beziehungsweise seltenen fremden Sprachen verfasst sind, für die Wissenschaft nutzbar zu machen.
Geistes- und Sozialwissenschaftliche Schwerpunkte
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Wirtschaft und Recht

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© cc-by-nc-sa - TF28 tfaltings.de

An der Universität Münster wird Netzwerkforschung seit einiger Zeit interdisziplinär betrieben. Disziplinen wie die Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Informatik, Rechtswissenschaften, Psychologie, Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft arbeiten dabei eng im European Research Center for Information Systems, ERCIS, zusammen. Die übergeordnete Forschungsfrage, die sich die münsterschen Forscher auf die Fahnen geschrieben haben, lautet: Wie entsteht und entwickelt sich Unsicherheit in IT-gestützten Netzwerken und wie kann diese Unsicherheit in Netzwerken beherrscht werden? Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Evolution von Netzwerken gelegt – dies beinhaltet den gesamten Lebenszyklus von Netzwerken, beginnend bei ihrer Entstehung, über ihr Verhalten und ihre Weiterentwicklung bis hin zu ihrer Auflösung.
Wirtschaft und Recht - Schwerpunkt Netzwerkforschung
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Lebenswissenschaften

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© shutterstock.com

Die Zellforschung mit all ihren Facetten wird an den Fakultäten für Biologie und Medizin der Universität Münster und am Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin betrieben. Das Spektrum reicht von Stammzellforschung über die Untersuchung der Mechanismen, welche die Entstehung von Blutgefäßen steuern, bis hin zur Erforschung von Entzündungsprozessen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Erforschung der molekularen Bildgebung. Die Fakultäten für Chemie und Pharmazie sowie Mathematik und Informatik arbeiten hier zusammen. 

Die tragenden Säulen der Infektionsforschung in Münster sind die Institute für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene sowie im Zentrum für Molekularbiologie der Entzündung (ZMBE) die Institute für Infektiologie und Molekulare Virologie. Seit Jahren ist die Infektionsforschung außerdem fester Bestandteil des Forschungsschwerpunkts ‚Molekulare Aspekte der Entzündung‘ im Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) Münster. 
Lebenswissenschaftliche Schwerpunkte
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Naturwissenschaften

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© WWU - Peter Leßmann

Die aktuelle Energie- und Klima­diskussion ist ein Beleg dafür, wie wichtig die Erforschung alternativer Energie­träger für unsere Gesellschaft ist. An der Universität Münster beschäftigen sich deshalb verschiedene Disziplinen mit diesem Thema: Energieforschung, Materialforschung sowie Nanophysik und Nanobiotechnologie.

Das Thema Evolution liefert einen gemeinsamen konzeptionellen Rahmen für interdisziplinäre Forschungsansätze verschiedenster Disziplinen. Zur Unterstützung des strategischen Ziels der WWU, interdisziplinäre Forschungen zu institutionalisieren, wurde in der laufenden Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder die Einrichtung einer Graduiertenschule „Evolution“ beantragt. Die Fächer Biologie, Geowissenschaften, Medizin, Mathematik, Philosophie und Theologie bilden das Grundgerüst der Graduiertenschule. 

Mond und Merkur stehen im Fokus der münsterschen Planetologen. Sie sind unter anderem an einer NASA-Mission beteiligt, die den "Lunar Reconnaissance Orbiter" in die Mond­umlaufbahn beförderte. Doch das Institut hat auch noch weiter entfernte Objekte im Blick: 2014 wird eine Sonde im Rahmen des Projekts "MERTIS" (Mercury Radiometer and Thermal Infrared Spectrometer) zum Merkur geschickt.
Naturwissenschaftliche Schwerpunkte
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Mathematik

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© Roodini - photocase.com

Die mathematischen Institute der Universität Münster gehören zu den renommiertesten in ganz Deutschland. Vier Leibniz-Preisträger und zwei Gewinner des Max-Planck-Forschungs­preises lehren und forschen dort. Seit 1990 wird die Forschung in der Mathematik durch zwei DFG-geförderte Nachwuchsgruppen und zwei Sonderforschungsbereiche vorangetrieben.
Schwerpunkt Mathematik
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